Grundlagen und Ziele der neuromotorischen Entwicklungsförderung INPP

INPP: Institute for neuro-physiological Psychology; Institut für neuromotorische Entwicklungsförderung

Die neuromotorische Entwicklungsförderung auf Basis der Forschung des Instituts für neurophysiologische Psychology (INPP) ist ein Training für Kinder und Jugendliche mit Lernstörungen, Verhaltensauffälligkeiten, Störung der Motorik und/oder der Wahrnehmung. Es ist außerdem für Erwachsene geeignet, die an Angststörungen, Panikattacken oder Zwangsstörungen leiden.

Ein wissenschaftlicher Nachweis der Wirksamkeit der Neuromotorischen Entwicklungsförderung wurde durch eine Doppelblindstudie an der Queen's University in Belfast erbracht. Veröffentlicht wurde sie in der medizinischen Fachzeitschrift „The Lancet“, Februar 12, 2000.

INPP ist keine schulische Nachhilfe, kein Aufarbeiten von Lernstoff. Vielmehr sucht sie die Ursache und Symptome die einem Kind alltägliche Aufgaben massiv erschweren. Diese können Reste frühkindlicher Reflexe sein. Sie begleiten ein Kind durch die Zeit im Mutterleib, die Geburt sowie die ersten Lebensmonate und sind hier überlebenswichtig. Das Kind muss sie jedoch in seinen ersten Lebensjahren umwandeln oder hemmen. Geschieht dies nicht, können die Restreflexe seine weitere Entwicklung beeinträchtigen und zu den genannten Symptomen führen. Manchmal sind die Beeinträchtigungen so gering, dass ein Kind sie selbst kompensieren kann. Erst bei wachsenden Anforderungen, wie sie beispielsweise die Schule stellt, kommt es zu Auffälligkeiten.

Ziel der neuromotorischen Entwicklungsförderung ist, mithilfe von Bewegungsübungen die Restreflexe abzubauen, sodass das Kind sein Potenzial voll ausschöpfen, seine Fähigkeiten nutzen und altersentsprechend handeln kann.